Xiaomi 18 Ultra könnte gestrichen werden: Europa verliert sein Kamera-Flaggschiff
2026 wird für Smartphone-Hersteller ein herausforderndes Jahr werden. Der jährliche Produktzyklus und die gravierende Knappheit an Speicherchips werden dazu führen, dass neue Modelle wahrscheinlich deutlich teurer werden. In Europa liegt das Problem jedoch woanders: Das Kamera-Flaggschiff droht gänzlich zu verschwinden. Xiaomi stellt Berichten zufolge das 18 Ultra ein, und Oppo sowie Vivo könnten ihre Ultra-Modelle möglicherweise dem chinesischen Markt vorbehalten.
Smartphone-Hersteller greifen zu immer drastischeren Maßnahmen, um der Knappheit an Speicherchips zu begegnen. Zunächst haben sie die höheren Beschaffungskosten selbst getragen, doch nun zeichnen sich andere Lösungen ab. Dazu gehören die Einstellung von Einsteigermodellen mit begrenztem Speicher oder einfach die Anhebung der unverbindlichen Preisempfehlung. Wieder andere streichen ein gesamtes Modell aus dem Sortiment, wie es Xiaomi derzeit möglicherweise tut.

Denn laut dem Insider Kartikey Singh wird das Xiaomi 18 Ultra nicht mehr auf den Markt kommen. Die Produktpalette würde daher nur noch aus dem Xiaomi 18, 18 Pro und dem 18 Pro Max, wobei letzteres das neue Topmodell sein soll. Ein „Ultra“-Modell soll erst mit dem Xiaomi 19 Ende 2027 oder Anfang 2028 wieder auf den Markt kommen. Xiaomi selbst hat dies noch nicht bestätigt, und diese Informationen stammen bislang nur aus einer einzigen Quelle, sodass eine gewisse Vorsicht geboten ist.
Dies ist besonders für Europa enttäuschend, da das „Ultra“-Modell hier keine Ausnahme mehr war. Seit dem Xiaomi 14 Ultra im Jahr 2024 kam das Kamera-Flaggschiff wie gewohnt nach Europa, und das Xiaomi 17 Ultra kam Ende Februar hier in den Handel, ab 1.499 €. Dieser Trend geht nun zu Ende.
Auch Oppo und Vivo behalten Ultra-Modelle in China
Und Xiaomi ist nicht allein. Das Oppo Find X10 Ultra und das Vivo X500 Ultra sollen Gerüchten zufolge nur in China erscheinen, so wie es in der Vergangenheit üblich war. Ihre Vorgänger, das Find X9 Ultra und das X300 Ultra, wurden hier noch wie gewohnt auf den Markt gebracht. Sollten beide Gerüchte zutreffen, würde ein ganzes Segment innerhalb einer einzigen Generation aus Europa verschwinden. Weder Oppo noch Vivo haben bisher etwas bestätigt.
Der Informant erklärt nicht, warum gerade das Ultra-Modell wegfällt. Eine Erklärung liegt auf der Hand: Ultra-Modelle in Europa beginnen bei 512 GB und reichen bis zu 1 TB. Genau in diesem Bereich wirken sich die höheren Speicherpreise am stärksten auf den empfohlenen Verkaufspreis aus, der mit 1.499 € bereits am oberen Ende dessen liegt, was der Markt akzeptiert.
Xiaomi ist nicht das einzige Unternehmen, das mit den steigenden Kosten für Speicherchips zu kämpfen hat. Alle Hersteller suchen derzeit nach Lösungen, auch wenn nicht jeder denselben Ansatz verfolgt. Apple hat bereits im Juni die Preise für Macs und iPads angehoben, wobei Tim Cook von einem einmaligen Anstieg der Speicherpreise im Jahrhundert sprach; das iPhone blieb bislang davon unberührt. Samsung brachte die Galaxy S26 und S26+ auf den Markt, die 100 € teurer sind als die S25-Serie, während das S26 Ultra bei 1.449 € blieb. Und Google hat das 128-GB-Einstiegsmodell für das Pixel 11 gestrichen: Man beginnt nun bei 256 GB, was 100 € teurer ist und den Einstiegspreis auf 999 € erhöht.
Was das für Sie bedeutet
Wer auf ein 18 Ultra gewartet hat, muss sich bald mit dem 18 Pro Max begnügen. Das Xiaomi 17 Ultra bleibt weiterhin im Handel und wird in den kommenden Monaten weiter im Preis fallen, was es derzeit zu einem attraktiven Kauf macht. Und wenn Sie ein Oppo Find X9 Ultra oder ein Vivo X300 Ultra in Betracht ziehen: Das Warten auf den Nachfolger ist keine Option mehr, da dieser hier möglicherweise gar nicht erst auf den Markt kommt. Kaufen Sie die aktuelle Generation, solange sie in Europa noch erhältlich ist. Das ist zwar ein unangenehmer Rat, aber ein ehrlicher.
Quelle: Kartikey Singh (@That_Kartikey/X)

