5 Dinge, die Apple dir über das iPhone-Duo verschwiegen hat
Apple stellte das iPhone Duo genau um 19:55 Uhr erstmals vor, und die Präsentation endete um 20:16 Uhr. Diese 21 Minuten kamen einem Ewigkeit vor, da jeder Aspekt von Apples erstem Falt-Smartphone ausführlich besprochen wurde. Doch offenbar reichte das noch nicht aus. Hier sind fünf Dinge, die Apple Ihnen über das iPhone Duo nicht verraten hat.

Mit einem 5,4-Zoll-Bildschirm auf der Außenseite und einem 7,6-Zoll-Bildschirm auf der Innenseite ist es sowohl Apples bislang größtes als auch dünnstes iPhone. Trotz des leistungsstarken A20 Pro-Chips und des geteilten Akkus verspricht Apple eine Akkulaufzeit von einem ganzen Tag. Dieses Vergnügen kostet Sie mindestens 2.339 Euro und das Gerät ist ab dem 23. Oktober erhältlich. So viel ist klar, doch es gibt auch einige Unbekannte – Dinge, über die Apple geschwiegen hat, die wir aber aufdecken konnten.
1. Beachtliches Gewicht: 254 Gramm
An erster Stelle steht das Gewicht. Mit 254 Gramm ist es definitiv eher schwer. Es ist auch spürbar schwerer als Konkurrenten wie das Galaxy Z Fold 8, das 201 Gramm wiegt, und das Xiaomi 18 Fold, das 219 Gramm wiegt. Es ist sogar einen Hauch schwerer als das andere Schwergewicht unter den Falt-Smartphones, das Pixel 11 Pro Fold, das 239 Gramm wiegt.

Woher genau das zusätzliche Gewicht des iPhone Duo stammt, wird sich nach den ersten Teardown-Videos zeigen, aber es könnte mit dem umfangreichen Einsatz von Titan zu tun haben. Tatsache ist, dass man dieses Gewicht im Alltag spürt. Das hat Nachteile, wie zum Beispiel, dass die Jackentasche etwas stärker zieht, aber auch Vorteile, wie zum Beispiel eine robustere und hochwertigere Haptik.
2. Lautstärketasten oben
Das ist uns erst beim Studieren der Pressefotos aufgefallen, aber Apple platziert die Lautstärketasten dieses Mal nicht an der Seite. Rechts am iPhone Duo befinden sich lediglich der Ein-/Aus-Schalter – der Touch ID integriert – und eine Kamerasteuertaste. Die Lautstärketasten sind oben rechts angeordnet.

Das mag für ein Smartphone zwar eher ungewöhnlich sein, für ein Tablet jedoch nicht. Warum ist das so? Nach dem Aufklappen wird die Oberseite des iPhone Duo zur Seite. Ohne das Gerät zu drehen, wechselt es vom Hoch- in den Querformatmodus, und die Lautstärketasten sind genau richtig positioniert. Ein weiterer Vorteil: Da sie nicht in der Nähe des Ein-/Aus-Schalters liegen, drückt man nie versehentlich die falsche Taste.
3. Unbekannte Auflösung der Selfie-Kamera auf der Innenseite
Zu Beginn der Präsentation fiel uns etwas auf: Auf dem inneren Bildschirm schien keine Selfie-Kamera zu sehen zu sein. Bis sie plötzlich in der Mitte des Videos auftauchte. Wie sich herausstellte, verbirgt Apple sie unter dem Bildschirm. Wir hatten diese „Under-Display-Kameras“ bereits in der Galaxy Z Fold-Serie gesehen, doch Samsung hat diese Funktion aufgegeben. Die Bildqualität der Kamera war unterdurchschnittlich.

Wie sieht es also mit dem iPhone Duo aus? Ehrlich gesagt wissen wir es nicht. Apple hat sich über die technischen Daten dieser Selfie-Kamera bedeckt gehalten und lediglich mitgeteilt, dass sie eine Blende von f/1,8 hat und Videos in FHD aufnehmen kann. Wir wissen nicht, wie viele Megapixel sie hat, und es wurden keine Beispielfotos gezeigt.
Unsere Vermutung, dass die Bildqualität nicht besonders gut ist, wurde bisher nicht widerlegt. Die Frage ist auch, wie schlecht sie tatsächlich ist – mit der Hauptkamera lassen sich immer noch großartige Fotos machen, indem man den Bildschirm zusammenklappt oder den Außenbildschirm als Sucher nutzt.
4. Mattierter Bildschirm auf der Innenseite
Während der Präsentation widmete Apple dem inneren, faltbaren Bildschirm viel Aufmerksamkeit. Faltbare Geräte gibt es schon seit vielen Jahren, und der einzige Grund, warum Apple erst jetzt eines auf den Markt bringt, ist, dass das Unternehmen die Technologie zuvor noch nicht für ausgereift genug hielt. Was hat sich also geändert?

Apple suchte nach einem Display, das weder wie Kunststoff aussieht noch sich so anfühlt, und glaubt, die Lösung in einem Display mit Nano-Textur-Oberfläche gefunden zu haben. Das kennen wir bereits von Apple-Displays, die dadurch weniger unter Reflexionen leiden. Und das gilt auch für das iPhone Duo. Es ist nicht so reflektierend wie andere Falt-Smartphones und wirkt sehr matt. Dadurch erscheinen die Farben etwas weniger lebendig und etwas körniger.
5. Vorübergehend wasserfest
Auf dem Papier hat das iPhone Duo einen großen Vorteil gegenüber der Konkurrenz von Samsung: die Wasserdichtigkeit nach IP68. Für ein Falt-Smartphone ist das außergewöhnlich hoch, aber nicht einzigartig. Auch Google hat das Pixel 11 Pro Fold mit ähnlich hohem Schutz vor Staub und Wasser auf den Markt gebracht.

IP68 bietet Schutz bis zu einer Tiefe von 6 Metern für 30 Minuten. Wer jedoch das Kleingedruckte liest, wird etwas Bemerkenswertes feststellen: Diese IP-Zertifizierung ist nur vorübergehend gültig: „Die Spritzwasser-, Wasser- und Staubbeständigkeit kann im Laufe der Zeit aufgrund normaler Abnutzung nachlassen.“
Zwar taucht dieser Satz im Kleingedruckten bei jedem iPhone auf, doch beim Duo hat er ein größeres Gewicht. Ein normales iPhone ist ein versiegeltes Gerät; das Duo verfügt über ein Scharnier, das man dutzende Male am Tag öffnet und schließt. Genau diese beweglichen Teile nutzen sich ab, wodurch der Schutz vor Schmutz und Wasser schneller nachlässt als beim iPhone 18 Pro daneben. Zudem sind Wasserschäden nicht durch die Apple-Garantie abgedeckt. Dennoch ist es schade um ein Smartphone, das über zweitausend Euro gekostet hat, wenn es durch einen einzigen Wassertropfen, der ins Innere gelangt, unbrauchbar wird.
Erwähnt, aber leicht zu übersehen
Abschließend hier drei Dinge, die Apple während der Keynote zwar erwähnt hat, aber so kurz, dass man sie leicht übersehen könnte. Dennoch solltest du sie kennen, bevor du eine Entscheidung triffst.
- Kein Teleobjektiv
Der „4-fache optische Zoom“ entsteht durch einen Ausschnitt aus dem 48-Megapixel-Hauptsensor. Ein echtes Teleobjektiv, wie es beim Galaxy Z Fold 8 und beim Pixel 11 Pro Fold zu finden ist, fehlt. Wenn Sie also gerne heranzoomen, müssen Sie Kompromisse eingehen – selbst für 2.339 Euro.
- Nur eSIM
Das iPhone Duo verfügt über keinen SIM-Kartensteckplatz. In den Niederlanden unterstützen alle großen Netzbetreiber eSIM, aber prüfen Sie unbedingt, ob Sie bei einem kleineren Anbieter sind oder es gewohnt sind, auf Reisen eine lokale SIM-Karte zu verwenden.
- MagSafe ist im Lieferumfang enthalten
Gute Nachrichten für alle, die bereits eine Schublade voller magnetischer Ladegeräte und Zubehör haben: Das Duo lässt sich drahtlos mit bis zu 25 Watt über MagSafe und Qi2 aufladen.
Wer nach dem Lesen dieses Beitrags immer noch das iPhone Duo haben möchte – was wir vollkommen verstehen –, muss bis zum 16. Oktober warten, um eines zu bestellen. Apple beginnt am Freitag, dem 23. Oktober, mit dem Versand der Geräte. Die Preise beginnen bei 2.339 € für die Version mit 256 GB Speicher. Erhältlich sind die Farben „Night Sky“ (dunkelblau) und „Star White“ (weiß).


