Samsung Flex Magic Pixel: Wie das Privacy Display des Galaxy S26 Ultra funktioniert
Samsung überrascht uns immer wieder mit innovativen Displays. Zum Beispiel war Samsung der Erste, der bunte AMOLED-, gebogene und flexible Bildschirme einführte - und jetzt einen Sichtschutz. Exklusiv für das Galaxy S26 Ultra. Lassen Sie uns die Technologie und den praktischen Wert dieser Innovation analysieren.
Alle paar Jahre bringt Samsung Display, die Display-Sparte von Samsung, eine neue Innovation auf den Markt. Diesmal handelt es sich um einen eingebauten Sichtschutz, der den Blickwinkel des gesamten Bildschirms oder nur von Teilen desselben verringern kann. Dadurch werden unerwünschte Einblicke verhindert. Wie funktioniert das?

Hardware: Breite vs. schmale Pixel
OLED-Displays bestehen aus roten, grünen und blauen LED-Subpixeln. Diese RGB-Pixel sind so konzipiert, dass sie das Licht so weit wie möglich in alle Richtungen abstrahlen, was zu breiten Betrachtungswinkeln ohne Farbverzerrungen führt. Das Flex Magic Pixel (FMP) Display des S26 Ultra verfolgt den entgegengesetzten Ansatz. Es besteht sowohl aus Wide Pixels als auch aus Narrow Pixels auf einem mehrschichtigen Black Matrix Substrat.

Wenn die Funktion Privacy Display auf dem S26 Ultra aktiviert ist, werden die Wide Pixels abgeschaltet und nur die Narrow Pixels arbeiten. Dadurch sinkt die Lichtintensität von 100 % bei frontaler Betrachtung auf nur 3,5 % bei einem Betrachtungswinkel von 45° und 0,9 % bei Winkeln über 60°. Im Vergleich dazu behalten herkömmliche Displays bei diesen Betrachtungswinkeln in der Regel eine Helligkeit von 40 % bei.

Das Ergebnis ist, dass jeder, der nicht direkt vor dem Gerät sitzt, einen leeren Bildschirm sieht. Der Benutzer kann diesen Effekt noch verstärken, indem er den Maximalen Sichtschutz aktiviert, der den Kontrast der aktiven Narrow Pixels verringert. Dadurch wird der Text für Unbeteiligte unleserlich, während die Klarheit für den Benutzer erhalten bleibt.

Der Vorteil des eingebauten Datenschutzdisplays des S26 Ultra im Vergleich zu einer Schutzfolie eines Drittanbieters ist, dass man es ausschalten kann. Physikalische Displayschutzfolien verringern auch die Lichtintensität und die Klarheit, wenn man von vorne auf das Display schaut, was das Seherlebnis beeinträchtigt.

Die Software-Integration auf dem S26 Ultra ermöglicht intelligente Funktionen, wie z. B. die Festlegung, welche Apps den Datenschutzmodus verwenden. So kann man zum Beispiel einer Banking-App zusätzliche Privatsphäre hinzufügen, aber nicht der Dialer-App.
Da die Funktion auf Pixelebene arbeitet, können Sie den Datenschutz sogar auf bestimmte Bereiche des Bildschirms anwenden, z. B. auf Benachrichtigungen am oberen Rand des Bildschirms. So bleiben vertrauliche Antworten auch dann privat, wenn jemand Ihren Bildschirm beobachtet.
Verfügbarkeit und Zukunft von Privacy Displays
Vorerst ist das Privacy Display exklusiv für das Samsung Galaxy S26 Ultra erhältlich, das am 10. März auf den Markt kommt. Samsung hat das Display auf dem MWC 2024 vorgestellt und ist seitdem zur Version 2 der Technologie übergegangen.
Mit der erneuten Präsentation der Technologie auf dem kommenden MWC in Barcelona ist klar, dass Samsung diese Technologie auch anderen Herstellern zur Verfügung stellen will. Andere Handyhersteller könnten folgen, aber es bleibt abzuwarten, ob wir diese ersten Produkte im Jahr 2026 sehen werden.


